User:Franziska Turck/Notebook/Cardamine pratensis project

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* Wiesenschaumkraut vermehrt sich, besonders an feuchten Standorten, lieber asexuel als durch Bestäubung der Blüte durch Pollen und anschliessender Samenbildung. Das kann es besonders gut, denn es bildet bei hoher Feuchtigkeit direkt auf den Blattspreiten neue Pflanzen aus. Dabei passiert dann aber leider oft folgende Panne: Da die Zellen der pflanzlichen Blätter sich oft nicht mehr teilen, aber trotzdem ihre DNA verdoppeln, habe die neuen Pflanzen, die sich direkt aus Blättern bilden, auch die Zahl ihrer Chromosomen verdoppelt. In der nächsten Runde sind es dann schon 4 mal mehr und so weiter bis der Prozess an eine natürliche Grenze stösst. Das Problem ist, dass die Pflanzen mit diesen völlig abstrus hohen Chromosomensätzen irgendwann gar nicht mehr anders können, als sich asexuell zu vermehren, denn bei der Samenbildung nach der Bestäubung muss die Anzahl der Chromosomen der beiden Partner schon irgendwie zusammenpassen.
* Wiesenschaumkraut vermehrt sich, besonders an feuchten Standorten, lieber asexuel als durch Bestäubung der Blüte durch Pollen und anschliessender Samenbildung. Das kann es besonders gut, denn es bildet bei hoher Feuchtigkeit direkt auf den Blattspreiten neue Pflanzen aus. Dabei passiert dann aber leider oft folgende Panne: Da die Zellen der pflanzlichen Blätter sich oft nicht mehr teilen, aber trotzdem ihre DNA verdoppeln, habe die neuen Pflanzen, die sich direkt aus Blättern bilden, auch die Zahl ihrer Chromosomen verdoppelt. In der nächsten Runde sind es dann schon 4 mal mehr und so weiter bis der Prozess an eine natürliche Grenze stösst. Das Problem ist, dass die Pflanzen mit diesen völlig abstrus hohen Chromosomensätzen irgendwann gar nicht mehr anders können, als sich asexuell zu vermehren, denn bei der Samenbildung nach der Bestäubung muss die Anzahl der Chromosomen der beiden Partner schon irgendwie zusammenpassen.
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* Hier geht es zu einer Liste von Standorten, an denen wir bereits Pflanzen gesammelt haben
 
=Wir stellen uns folgende Fragen:=
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=Helfer gesucht=
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* Im Moment brauchen wir vor allen Dingen Hilfe beim Aufstöbern von ''Cardamine pratensis'' Populationen. Wer also gerne spazieren geht und dabei eine Auge auf die Natur werfen will, kann uns eine e-mail schreiben, um uns mitzuteilen, wo eine Population (z. Bsp. in einer Wiese) von Wiesenschaumkraut zu finden ist. Hilfreich wäre, wenn wir per Google maps oder GPS Handy auch noch den genauen Standort wissen könnten. Bilder sind natürlich auch schön, vor allem wenn sie zeigen, ob die Pflanzen Samen bilden oder eher steril sind. Muss aber nicht sein. Wer noch weiter gehen will, kann auch ausgereifte Samen in einem Umschlag an uns schicken. Das macht aber nur Sinn, wenn wir dann auch ganz genaue Angaben über den Standort bekommen.
* Im Moment brauchen wir vor allen Dingen Hilfe beim Aufstöbern von ''Cardamine pratensis'' Populationen. Wer also gerne spazieren geht und dabei eine Auge auf die Natur werfen will, kann uns eine e-mail schreiben, um uns mitzuteilen, wo eine Population (z. Bsp. in einer Wiese) von Wiesenschaumkraut zu finden ist. Hilfreich wäre, wenn wir per Google maps oder GPS Handy auch noch den genauen Standort wissen könnten. Bilder sind natürlich auch schön, vor allem wenn sie zeigen, ob die Pflanzen Samen bilden oder eher steril sind. Muss aber nicht sein. Wer noch weiter gehen will, kann auch ausgereifte Samen in einem Umschlag an uns schicken. Das macht aber nur Sinn, wenn wir dann auch ganz genaue Angaben über den Standort bekommen.
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* Hier geht es zu einer Liste von Standorten, an denen wir bereits Pflanzen gesammelt haben
=Was dann passiert=
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Revision as of 17:26, 20 May 2013

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Warum wir uns für Wiesenschaumkraut interessieren

  • Wiesenschaumkraut vermehrt sich, besonders an feuchten Standorten, lieber asexuel als durch Bestäubung der Blüte durch Pollen und anschliessender Samenbildung. Das kann es besonders gut, denn es bildet bei hoher Feuchtigkeit direkt auf den Blattspreiten neue Pflanzen aus. Dabei passiert dann aber leider oft folgende Panne: Da die Zellen der pflanzlichen Blätter sich oft nicht mehr teilen, aber trotzdem ihre DNA verdoppeln, habe die neuen Pflanzen, die sich direkt aus Blättern bilden, auch die Zahl ihrer Chromosomen verdoppelt. In der nächsten Runde sind es dann schon 4 mal mehr und so weiter bis der Prozess an eine natürliche Grenze stösst. Das Problem ist, dass die Pflanzen mit diesen völlig abstrus hohen Chromosomensätzen irgendwann gar nicht mehr anders können, als sich asexuell zu vermehren, denn bei der Samenbildung nach der Bestäubung muss die Anzahl der Chromosomen der beiden Partner schon irgendwie zusammenpassen.

Wir stellen uns folgende Fragen:

  • Wie kann die Art als solche überleben, wenn ältere Populationen durchgehend aus sterilen Individuen bestehen? Oder gibt es einen Mechanismus, der den Prozess der Genomverdoppelung reversibel macht?
  • Wenn Populationen schon lange bestehen und sich im Prinzip nur noch als blattgeborene Sprösslinge vermehren, treten dann Seneszenzerscheinungen innerhalb der Population auf?
  • Wie löschen Pflanzen die Erinnerung an Umwelteinflüsse ohne den Neustart bei der Samenbildung?
  • Wie schaffen es die Pflanzen, so einfach direkt aus dem Blatt Ableger zu bilden?

Helfer gesucht

  • Im Moment brauchen wir vor allen Dingen Hilfe beim Aufstöbern von Cardamine pratensis Populationen. Wer also gerne spazieren geht und dabei eine Auge auf die Natur werfen will, kann uns eine e-mail schreiben, um uns mitzuteilen, wo eine Population (z. Bsp. in einer Wiese) von Wiesenschaumkraut zu finden ist. Hilfreich wäre, wenn wir per Google maps oder GPS Handy auch noch den genauen Standort wissen könnten. Bilder sind natürlich auch schön, vor allem wenn sie zeigen, ob die Pflanzen Samen bilden oder eher steril sind. Muss aber nicht sein. Wer noch weiter gehen will, kann auch ausgereifte Samen in einem Umschlag an uns schicken. Das macht aber nur Sinn, wenn wir dann auch ganz genaue Angaben über den Standort bekommen.
  • Hier geht es zu einer Liste von Standorten, an denen wir bereits Pflanzen gesammelt haben

Was dann passiert

  • Als erten Schritt werden wir untersuchen, wieviel Chromosomen enzelne Pflanzen von verschiedeen Standorten haben. Dazu werden Wurzeln ganz junger Keimlinge angefärbt so dass man unter dem Mikroskop Chromosomen zählen kann. Dazu muss man Zellen finden, die sich gerade in der Zellteilung befinden, denn nur in diesen lassen sich Chromosomen sichtbar machen.
  • Außerdem werden wir einzelne Pflanzen von verschiedenen Standorten unter gleochen Bedingungen im Gewächshaus anziehen, um ein paar wichtige Parameter besser vergleichen zu können. Dazu gehören:
    • 1. Zeitpunkt der Blüte
    • 2. Form der Blätter und Blüten
    • 3. Können die Pflanzen durch Selbstbestäubung fruchtbare Samen bilden?
    • 4. Können die Pflanzen in feuchten Milieu Blattsprösslinge bilden?



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